Arbeitsbedingungen

Abkommen „Nachhaltige Kleidung und Textilien“

CoolCat ist der Auffassung, dass die Probleme in der Bekleidungsindustrie nur über einen branchenweiten Ansatz wirksam gelöst werden können. Am 4. Juli 2016 hat CoolCat gemeinsam mit fast sechzig anderen Unternehmen das Abkommen „Nachhaltige Kleidung und Textilien“ unterzeichnet. Mit vereinten Kräften engagieren sich Unternehmen, Behörden, Gewerkschaften und gesellschaftliche Organisationen für die Durchsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Fabriken und zur Verringerung der Umweltverschmutzung.

Das Abkommen enthält Vereinbarungen in Bezug auf folgende Punkte:

  • Schutz vor Diskriminierung, Kinder- und Zwangsarbeit;
  • ernsthafte Gespräche mit unabhängigen Arbeitnehmervertretern;
  • Umsetzung einer angemessenen Entlohnung;
  • sicheres und gesundheitsverträgliches Arbeitsumfeld für Arbeitnehmer;
  • Verringerung der Umweltbelastung durch Einsparung von Rohstoffen und Umsetzung einer umweltfreundlichen Kreislaufwirtschaft;
  • Verringerung des Wasser- und Energieverbrauchs und Chemikalieneinsatzes;
  • Verringerung chemischer Abfälle und des Abwasservolumens;
  • Tierschutz.

Der Umsetzungsfortschritt wird von einem unabhängigen Sekretariat überwacht. Gemeinsam repräsentieren die Teilnehmer des Abkommens ein Drittel des Umsatzes auf dem niederländischen Bekleidungsmarkt. Das vollständige Abkommen kannst du hier downloaden.

Arbeitsbedingungen

Design und Verkauf unserer Kleidung erfolgen durch uns selbst. Die Anfertigung erfolgt bei spezialisierten Lieferanten. Wir finden es wichtig, dass die Arbeitnehmer unserer Lieferanten in einem sauberen und sicheren Arbeitsumfeld arbeiten. Dies ist nicht in jedem Land selbstverständlich. Darum besprechen wir die Arbeits- und ethischen Bedingungen mit unseren Lieferanten.

Verhaltenskodex

Wir entwerfen und verkaufen unsere Kleidung selbst. Wir produzieren in verschiedenen Ländern weltweit. Die Anfertigung erfolgt bei spezialisierten Lieferanten. Wir setzen uns dafür ein, die Arbeitsbedingungen bei unseren Lieferanten schrittweise zu verbessern. In unserem Verhaltenskodex ist beschrieben, mit welchen Verfahren wir arbeiten und wie wir uns die Behandlung von Arbeitnehmern in unseren Zulieferbetrieben vorstellen. Unter anderem haben wir folgende Auflagen:

  • keine Kinderarbeit
  • keine Zwangsarbeit
  • keine Diskriminierung
  • sicherer Arbeitsplatz
  • Arbeitnehmer dürfen sich selbst oder in einer Gewerkschaft organisieren

Wir arbeiten mit unseren Lieferanten langfristig zusammen. Mit unseren Großlieferanten teilen wir Kapazitätspläne, so dass sie sich bei der Produktion von Kleidung auf Spitzenzeiten und Flauten einstellen können. Durch diese Vorbereitung werden extreme Arbeitszeiten verhindert.

BSCI

Wir nutzen unseren Einfluss als Filialist, um in den Fabriken unserer Lieferanten positive Veränderungen umzusetzen, sind hierbei jedoch auf Unterstützung angewiesen. Darum haben wir uns der Business Social Compliance Initiative (BSCI) angeschlossen. BSCI ist eine unabhängige Unternehmensvereinigung mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen in der weltweiten Produktionskette zu verbessern. Im Fernen Osten führen Mitarbeiter unserer eigenen, lokalen Einkaufsbüros Kontrollen der Arbeitsbedingungen in den Fabriken durch. Darüber hinaus lassen wir Fabriken von unabhängigen BSCI-Inspektoren überwachen. Ein unabhängiger Kontrolleur inspiziert die gesamte Fabrik, spricht mit den Mitarbeitern und überprüft die Verwaltung. Um das Know-how unserer Lieferanten zu verbessern, geben wir konstruktives Feedback zu Verbesserungsplänen und bieten BSCI-Schulungen an. Auf diese Weise betreuen wir unsere Lieferanten schrittweise bei der weiteren Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Bangladesch-Abkommen

Der tragische Einsturz des Rana Plaza im April 2013 sorgte für über 1100 Tote und zahllose Verwundete. So etwas darf nie mehr passieren. Wir möchten, dass die Arbeitnehmer unserer Lieferanten an einem sicheren Arbeitsplatz arbeiten. Darum haben wir das Bangladesch-Abkommen ACCORDunterzeichnet. Gemäß dem Abkommen werden die Fabriken von unabhängigen Bauingenieuren, Elektrikern und Brandschutzexperten kontrolliert. Diese unabhängigen Gutachter informieren darüber, welche Aspekte verbesserungsbedürftig sind. CoolCat produziert bei 5 Fabrikanten in Bangladesch, die alle nach ACCORD überwacht werden. Die Fabrikanten unserer Lieferanten haben bereits diverse Maßnahmen umgesetzt, durch die die Fabriksicherheit dauerhaft erhöht wurde, allerdings sind diese noch nicht abgeschlossen. Die Umsetzung gestaltet sich manchmal langsamer, als von uns gewünscht. Unser Büro in Bangladesh beschäftigt sich täglich mit der Sicherheit in den Fabriken und unsere Kollegen führen regelmäßige Fabrikbesichtigungen durch, um die Sicherheit zu besprechen. Auf diese Weise setzen wir uns für die Erhöhung der Werkssicherheit ein.

Pilotprojekt Türkei

Als Filialist haben wir einen Blick auf das Ende der Produktionskette, wo die Kleidung konfektioniert wird. Wir beteiligen uns an einem Pilotprojekt mit dem Ziel, die gesamte Produktionskette zu inventarisieren und das Risiko von Kinderarbeit in den verschiedenen Produktionsphasen wie Ernte, Ginning, Spinnen und Weben sichtbar zu machen. Obwohl wir diese bei unseren unmittelbaren Lieferanten noch nie angetroffen haben, ist das Kinderarbeitsrisiko in der Bekleidungsindustrie hoch. Geleitet wird das einzigartige Kooperationsprojekt von der Fair Labor Association (FLA) und der türkischen Stiftung Development Workshop, unter Beteiligung von BSCI und des Bündnisses Stop Kinderarbeid (u. a. Unicef, Hivos, LIW) sowie unserer sechs weiteren Mode-Filialisten und Labels. Zusammen lernen wir, wie wir verhindern können, dass es irgendwo in der Produktionskette Fälle von Kinderarbeit gibt.

Materialauswahl und Herstellungstechniken

Wir möchten dir gern die neueste Mode anbieten, die auf verantwortungsvolle Weise hergestellt wird. Unsere Produkte dürfen keine tierischen Pelze oder tierunfreundlich hergestellte Angorawolle enthalten. Wir stehen auf der Pelzfrei-Liste von Fur Free Retailers. Die Verwendung von Federn erlauben wir nur mit Herkunftsbescheinigung. Diese gibt an, woher das Material stammt und dass es tierfreundlich gewonnen wurde. Wir verwenden kein Naturleder (mit Ausnahme einiger Gürtel) und PVC-Bekleidung ist bei uns verboten. Darüber hinaus ist das Sandstrahlen von Jeans untersagt. Wir möchten sichere, schadstofffreie Produkte anbieten. Zu diesem Zweck verfügen unsere Lieferanten über eine Gefahrenstoffliste mit verbotenen Chemikalien, die Restricted Substances List. 2015 haben wir zusammen mit einem externen Gutachter unsere Bestimmungen im Chemikalienbereich überarbeitet und das Prüfprogramm erweitert. Darüber hinaus betreuen wir unsere Lieferanten, um zu verhindern, dass verbotene Chemikalien in unsere Produkte gelangen.

Recycling

Im Distributionszentrum werden Pappe und Kunststoff getrennt und anschließend dem Recycling zugeführt. Dasselbe tun wir mit Papier an unserem Hauptsitz. Unsere Druckerpatronen werden recycelt, der Erlös geht an CliniClowns. Unsere Kunststofftaschen bestehen zu mindestens 20 % aus Recyclingmaterial und die von uns verwendeten Kartons für die Belieferung von Geschäften sogar zu 100 %. Und wir haben noch etwas, worauf wir stolz sind. Die Möbel an unserem Hauptsitz bestehen fast ausschließlich aus Recyclingmaterial.

CO2 und Energie

Beim Energieverbrauch und CO2-Ausstoß streben wir eine strukturelle Reduktion und Wiederverwendung an. Dafür setzen wir gezielte Maßnahmen um, wie energiesparende LED-Beleuchtung und Wärmerückgewinnungsanlagen bei der Instandsetzung und Einrichtung von Geschäften. 2015 haben wir darüber hinaus in Geschäften “intelligente Ablesegeräte” installiert, um Ineffizienzen erfassen und weitere Maßnahmen definieren zu können. 2014 hat CoolCat einen neuen Hauptsitz bezogen, der der Energieeffizienzklasse A entspricht. Ein bewusster Transport ist in diesem Zusammenhang ein weiterer Aspekt. CoolCat transportiert Artikel liegend (nicht auf Bügeln hängend) und die Kleidung wird nicht einzeln pro Stück verpackt. Das ist effizient. Die Bevorratung von Geschäften haben wir an das Transportnetzwerk unseres Dienstleisters DHL ausgelagert. Dadurch werden Transporte mit halb leeren Lkw reduziert; außerdem investiert DHL selbst aktiv in immer sauberere Lkws.

Gemeinnützige Zwecke

2015 unterstützte CoolCat gemeinnützige Organisationen wie KiKa, Dream4kids, Make a Wish, Opkikker und CliniClowns. Darüber hinaus haben wir an die Stiftung Forever Fun gespendet. Forever Fun organisiert ein tolles Feriencamp für Kinder von Eltern mit sehr geringem Einkommen, die sich viele schöne Dinge wie einen regelmäßigen Sommerurlaub nicht leisten können. Außerdem haben wir ganz viele CoolCat Beanies verkauft und den Erlös an Serious Request gespendet. Stolze 15.000 Euro konnten wir spenden! Dem Roten Kreuz haben wir geholfen, jüngeren Menschen in Kriegsgebieten eine Ausbildung und Zukunft zu ermöglichen. Darüber hinaus haben wir an das Rote Kreuz 500 Jacken und 1000 Unterwäschegarnituren für syrische Flüchtlinge in den Niederlanden gespendet. Davor haben wir 1800 Kindermäntel der Stiftung Parwin gespendet, die Anfang 2015 unter anderem in Auffanglagern im Irak an Kinder verteilt wurden, die vor dem Krieg geflüchtet sind.

Stiftung Sympany

Sympany hat in den letzten 5 Jahren 9.166 Kilo Kleidung von CoolCat erhalten. Die gespendete Kleidung wird von Sympany an Handelspartner in Sambia, Angola und Malawi verkauft. Die Secondhand-Geschäfte unserer lokalen Partner ermöglichen es Menschen mit geringen Mitteln über ein vierwöchentliches Rabattsystem, hochwertige CoolCat Kleidung zu kaufen. Die Kleidung wird über vier Wochen jede Woche weiter reduziert, so dass sich in der vierten Woche auch Menschen mit besonders kleinem Budget über einen schönen Kleidungskauf freuen können. Auf diese Weise wird unsere Kleidung in diesen afrikanischen Ländern verfügbar und die Partner und Sympany erhalten Einnahmen für Projekte. Durch Spenden von CoolCat sind 13.000 Euro an Finanzmitteln zusammengekommen. Dadurch konnten 18 jüngere Menschen eine von Sympany finanzierte Fachausbildung zum nachhaltigen Energieinstallateur in Malawi absolvieren.

Durch die Schenkung von Kleidungsrestbeständen unterstützt CoolCat das sozial verantwortliche Unternehmertum. Die gespendete Kleidung findet über einen nachhaltigen und verantwortlichen Weg ein zweites Leben in Afrika. Sie wird nicht in einem Verbrennungsofen vernichtet. Verbrennen ist umweltschädlich und kostet Geld. Mit den Spenden werden auch Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen. In Sambia zum Beispiel arbeiten jetzt 160 Menschen als Kleidungsverkäufer in Secondhand-Geschäften. Marc Vooges, Geschäftsführer bei Sympany, sagt dazu: “„Durch die Kooperation von Sympany und CoolCat werden Projekte in Afrika auf schöne Weise unterstützt. Die Kleidung von CoolCat wird im Sinne der Nachhaltigkeit wiederverwendet und fördert das Self-Empowerment der Menschen in Afrika.“”

CoolCat Foundation

Die Gründer von CoolCat haben 1999 die CoolCat Foundation gegründet. Die CoolCat Foundation ist eine ANBI-Stiftung, die zum Ziel hat, die Entwicklung von Kindern, die in rückständigen Verhältnissen leben, in den Niederlanden und im Ausland zu fördern. Dabei geht es vor allem um Projekte, die die Verbesserung von Ausbildung, Gesundheit und benachteiligender Verhältnisse von und für Kinder zum Ziel haben. Die CoolCat Foundation gibt längerfristigen Projekten und Initiativen den Vorzug, damit eine maximale Wirkung und Kontinuität über mehrere Jahre garantiert ist. 2015 wurde beispielsweise ein Community Day Care und Learning Centre in Bangladesch eingerichtet, in dem Kinder betreut und unterrichtet werden, während ihre Mütter arbeiten. Auf diese Weise werden Zukunftschancen von Kindern aus rückständigen Regionen verbessert.